Was eine Patentante heute bedeutet
Ursprünglich ist das Patenamt eine Aufgabe der Kirche: Taufpatin und Taufpate versprechen bei der Taufe, das Kind auf seinem Weg im Glauben zu begleiten. Für viele Familien ist das bis heute der Kern. Für fast alle bedeutet die Rolle aber noch mehr: ein Mensch außerhalb der Eltern, der für das Kind da ist. Jemand für Ausflüge, für Geheimnisse, für die Fragen, die man Mama oder Papa nicht stellen will.
Darum fragen Eltern meist nicht nach Pflichtgefühl, sondern nach Nähe. Die beste Freundin, der Bruder, die Cousine, mit der man aufgewachsen ist. Wichtiger als jede Verwandtschaft ist die Frage: Wird diese Person in 15 Jahren noch da sein?
Ein paar Begriffe, die im deutschsprachigen Raum nebeneinander stehen:
- Patentante und Patenonkel (oder Patin und Pate): überall verständlich.
- Taufpatin und Taufpate: betont die kirchliche Rolle bei der Taufe.
- Göd und Godn (oder Godl): in Teilen Österreichs und Bayerns die vertraute Anrede für Pate und Patin.
- Götti und Gotte: so heißen Pate und Patin in der Schweiz.
- Firmpatin und Firmpate: begleiten katholische Jugendliche bei der Firmung. Die Kirche empfiehlt, dafür den Taufpaten oder die Taufpatin zu wählen, Pflicht ist das nicht.
Zu den schönsten Bräuchen gehört übrigens das Gebäck: In Österreich bringen Göd und Godn ihren Patenkindern vielerorts zu Allerheiligen einen Striezel und zu Ostern eine Osterbrezel oder ein Nest. Wer will, kann diesen Brauch gleich in die Frage einbauen.
Wer darf Taufpate werden?
Wenn das Kind kirchlich getauft wird, hat die Kirche ein Wort mitzureden. Die wichtigsten Regeln im Überblick. Sie sind bewusst allgemein gehalten, weil Pfarren, Diözesen und Landeskirchen Details unterschiedlich handhaben.
| Katholisch | Evangelisch | Ohne Kirche | |
|---|---|---|---|
| Alter | in der Regel mindestens 16 Jahre | mindestens ein Pate konfirmiert bzw. religionsmündig (ab 14) | frei |
| Kirche | katholisch, getauft, gefirmt, Erstkommunion, nicht ausgetreten | mindestens ein Pate evangelisch, weitere oft auch aus anderen christlichen Kirchen | egal |
| Wie viele | ein Pate, eine Patin oder ein Pate und eine Patin | mindestens einer, mehrere möglich | so viele, wie ihr wollt |
| Sonst | Taufzeuge oder Taufzeugin, zusätzlich zum Paten (z. B. für evangelische Christen) | je nach Landeskirche als Taufzeuge möglich | alle möglich |
| Eltern | können nicht selbst Paten ihres Kindes sein | ||
Bei einer katholischen Taufe brauchen Paten oft eine Bestätigung ihrer Wohnpfarre, den sogenannten Patenschein. Das dauert meist nur ein paar Tage, sollte aber nicht am Vorabend der Taufe passieren. Frag deshalb rechtzeitig und gib der Person gleich die Info mit, was sie besorgen muss.
Was ist, wenn deine Wunschpatin aus der Kirche ausgetreten ist oder einer anderen Religion angehört? Dann kann sie oft nicht das kirchliche Amt übernehmen, für euer Kind aber trotzdem die Patentante sein. Viele Familien lösen das mit einem kirchlichen Paten auf dem Papier und einer zweiten Person als Taufzeugin, die in der Familie ganz selbstverständlich „die Patentante“ heißt.
Patentante ohne Taufe
Immer mehr Kinder werden nicht getauft und haben trotzdem Paten. Manche nennen sie Lebenspaten oder Wunschpaten, die meisten einfach Patentante und Patenonkel. Gefeiert wird mit einer Willkommensfeier, einer Namensfeier oder einem Fest im Garten. Die Frage ist dieselbe, die Regeln macht ihr selbst.
Wichtig für beide Varianten: Rechtlich hat eine Patenschaft keine Bedeutung. Eine Patentante wird nicht automatisch Vormund, wenn den Eltern etwas zustößt. Wer das regeln will, braucht eine eigene schriftliche Verfügung. Lasst euch dazu beraten, die Regeln unterscheiden sich zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Wann fragt man Patentante oder Patenonkel?
Einen festen Zeitpunkt gibt es nicht. Bewährt haben sich drei Momente:
- In der Schwangerschaft: Für viele die schönste Variante, weil die Person das Kind von Anfang an begleitet. Wenn sie von der Schwangerschaft noch nichts weiß, könnt ihr beides verbinden. Ideen dazu findest du bei Schwangerschaft verkünden, Gedanken zum Timing bei wann ihr die Schwangerschaft verkündet.
- In den ersten Wochen nach der Geburt: beim ersten Besuch, wenn sie das Baby im Arm hat. Ein Moment, der von selbst rührend ist.
- Wenn der Tauftermin feststeht: spätestens dann, mit genug Vorlauf für Urlaub, Anreise und Patenschein.
Tipp: Ihr seid euch zwischen zwei Menschen unsicher? Lasst euch Zeit. Lieber eine Woche länger überlegen als eine Frage stellen, hinter der ihr nicht ganz steht. Und wenn ihr zwei Paten wollt, fragt beide in einem ähnlichen Rahmen, damit sich niemand wie die zweite Wahl fühlt.
Taufpate fragen: Ideen mit dem Baby als Boten
Die Frage kommt am liebsten vom Kind selbst. Das nimmt euch als Eltern das Pathos und macht es trotzdem rührend.
1. Strampler mit Aufdruck
- Budgetgünstig
- Passt fürbeim Besuch
Ein Body oder Strampler mit „Willst du meine Patentante werden?“ oder „Ich hab eine Frage an meinen Patenonkel“. Das Baby trägt ihn beim nächsten Besuch, ihr sagt nichts und wartet, bis sie es liest. Druckt ihr selbst mit Bügelfolie, ist es in einem Abend gemacht.
Tipp: Macht den Body eine Nummer größer. Bis zum Besuch wächst das Baby schneller, als man denkt.
2. Babyfoto mit kleinem Schild
- Budgetgratis
- Passt fürfür die Ferne
Das Baby liegt auf einer Decke, neben ihm ein Schild oder eine kleine Tafel mit der Frage. Das Foto schickt ihr per Post als Abzug oder auf dem Handy. Bei Fernbeziehungen zur Familie funktioniert das wunderbar, weil man das Foto aufheben kann.
3. Karte mit Fußabdruck
- Budgetgratis
- Passt fürNeugeborene
Ein Fußabdruck mit ungiftiger Babyfarbe auf festem Papier, daneben: „Mit diesen kleinen Füßen will ich viele Wege mit dir gehen. Willst du meine Patentante sein?“ Das Original bleibt bei ihr, ein Abzug kommt in euer Babyalbum.
4. Babyschuhe in einer Schachtel
- Budgetgünstig
- Passt fürKlassiker
Ein Paar winzige Schuhe oder Socken in einer kleinen Schachtel mit Seidenpapier. In einem Schuh steckt ein gerollter Zettel mit der Frage. Bei Zwillingen sind es natürlich zwei Paar.
5. Spaziergang mit Schild am Kinderwagen
- Budgetgratis
- Passt fürSpaziergänger
Ihr geht gemeinsam spazieren. Am Kinderwagen hängt hinten, gut versteckt, ein kleines Schild. Irgendwann bittest du sie, kurz zu schieben, weil du dir die Schuhe binden musst. Ab da sieht sie es.
6. Die erste Frage im Babyalbum
- Budgetgünstig
- Passt fürErinnerungsmenschen
Ein kleines Album mit den ersten Fotos, auf jeder Seite ein Satz aus Babysicht: „Das bin ich mit drei Tagen.“ „Das ist mein erstes Bad.“ Auf der letzten Seite: „Und das ist meine erste große Frage an dich.“
7. Kuscheltier mit Anhänger
- Budgetgünstig
- Passt fürbeim ersten Besuch
Ein kleines Kuscheltier, das neben dem Baby liegt, wenn sie zu Besuch kommt. Am Ohr hängt ein Anhänger: „Ich pass auf das Baby auf. Passt du mit auf? Willst du Patentante werden?“ Das Kuscheltier bleibt danach beim Kind, als erstes Geschenk von der Patin.
Ideen mit Kleinigkeiten zum Behalten
Eine Patenschaft hält ein Leben lang. Darum passen Dinge, die nicht nach einer Woche weg sind.
8. Zeitkapsel zum 18. Geburtstag
- Budgetgünstig
- Passt fürfür die Ewigkeit
Ein Glas oder eine Blechdose mit einem Brief an die Patentante, einem Foto vom Baby und der Frage. Die Idee: Sie legt in den nächsten Jahren selbst Briefe und Erinnerungen dazu, das Patenkind öffnet die Kapsel zum 18. Geburtstag. Ein Geschenk, das mitwächst.
9. Flasche mit eigenem Etikett
- Budgetgünstig bis mittel
- Passt fürzum Anstoßen
Ein eigenes Etikett auf Sekt oder Wein: „Für meine Patentante. Bitte öffnen, wenn du Ja sagst.“ Oder ihr gebt zwei Flaschen: eine für heute, eine mit dem Etikett „Öffnen an meinem 18. Geburtstag“. Fragt beim Weinhändler nach einem Wein, der lange lagern kann.
10. Kalender mit eingetragenem Patentag
- Budgetgünstig
- Passt fürPlanerinnen
Ein Kalender fürs nächste Jahr, in dem schon ein paar Tage markiert sind: der Geburtstag des Babys, der Tauftermin oder ein „Tag mit der Patentante“. Auf dem Deckblatt oder der letzten Seite steht die Frage. Praktisch und rührend zugleich.
11. Rubbelkarte mit Hauptgewinn
- Budgetgünstig
- Passt fürSpielerische
Eine selbst gemachte Rubbelkarte mit drei Feldern. Unter den ersten zwei stehen Trostpreise wie „1x Windeln wechseln“ oder „1x nachts um drei schaukeln“. Unter dem dritten der Hauptgewinn: „Du wirst meine Patentante!“ Rubbelsticker gibt es im Bastelbedarf.
12. Kinderbuch mit Widmung
- Budgetgünstig
- Passt fürVorleserinnen
Ein Bilderbuch, das ihr aus eurer eigenen Kindheit kennt. Vorne steht eine Widmung vom Baby: „Das sollst du mir bald vorlesen. Willst du meine Patentante werden?“ Daraus kann ein Ritual werden: zu jedem Geburtstag ein Buch von ihr.
13. Kerze mit Namen und Frage
- Budgetgünstig
- Passt fürbei kirchlicher Taufe
Eine schlichte weiße Kerze mit dem Namen des Babys und der Frage auf einer Banderole. Wenn sie Ja sagt, kann sie die Kerze für die Taufe gestalten oder aussuchen. In manchen Familien kümmern sich die Paten um die Taufkerze. Ob das bei euch so sein soll, besprecht ihr am besten gleich mit.
14. Gutscheinheft vom Patenkind
- Budgetgratis
- Passt fürHumorvolle
Ein kleines Heft mit Gutscheinen, aus Babysicht geschrieben: „1x mir Eis spendieren, wenn Mama Nein sagt“, „1x Geheimnisse bewahren“, „1x mit mir in den Prater oder auf den Rummel“. Die letzte Seite ist die Frage. So weiß sie gleich, worauf sie sich einlässt.
15. Striezel oder Brezel als Botschaft
- Budgetgünstig
- Passt fürGöd und Godn in Österreich
Der Brauch dreht sich hier einmal um: Nicht die Godn bringt den Striezel, sondern sie bekommt ihn. Ein kleiner Germteig-Striezel oder eine Brezel, dazu ein Kärtchen: „Ab jetzt bist du mit dem Backen dran. Magst du meine Godn werden?“ Rund um Allerheiligen oder Ostern trifft die Idee besonders.
16. Puzzle mit Ultraschallbild
- Budgetgünstig
- Passt fürin der Schwangerschaft
Ein kleines Fotopuzzle mit dem Ultraschallbild, darauf steht die Frage. Wer noch nicht weiß, dass ihr ein Kind erwartet, bekommt gleich zwei Nachrichten auf einmal. Plant dafür etwas Zeit und Taschentücher ein.
Ideen, um den Patenonkel zu fragen
Alle Ideen oben funktionieren genauso für Patenonkel. Ein paar passen besonders gut zu dem, was ihr gemeinsam macht.
17. Mini-Trikot vom Lieblingsverein
- Budgetgünstig bis mittel
- Passt fürFußballfans
Ein Babytrikot von seinem Verein, hinten statt eines Spielernamens „Patenkind“. Dazu ein Zettel: „Ich brauch noch jemanden, der mich zum ersten Match mitnimmt. Willst du mein Patenonkel werden?“ Funktioniert natürlich auch für die Patentante, die jeden Spieltag kennt.
18. Bierdeckel mit Frage
- Budgetgratis
- Passt fürbeim Wirt oder am Grill
Ihr sitzt zusammen beim Wirt oder am Grill, du schiebst ihm einen Bierdeckel rüber. Auf der Rückseite steht in Babyschrift: „Willst du mein Patenonkel werden? Ja ☐ Nein ☐“. Wer will, legt den Stift gleich daneben.
19. Kleiner Rucksack für Abenteuer
- Budgetgünstig
- Passt fürOutdoor-Menschen
Ein kleiner Rucksack mit Taschenlampe, Pflaster, Müsliriegel und einer Karte: „Für unsere ersten Abenteuer. Willst du mein Patenonkel werden?“ So steckt in der Frage schon ein Versprechen für gemeinsame Ausflüge.
20. Große Tasse, kleine Tasse
- Budgetgünstig
- Passt fürfür gemütliche Paten
Zwei Tassen im Set: eine große mit „Patenonkel“ oder „Patentante“, eine kleine mit dem Namen des Babys. Im Boden der großen steht die Frage. In ein paar Jahren gibt es dann den ersten gemeinsamen Kakao.
Digital fragen, wenn ihr weit weg wohnt
21. Die Frage als kleine Geschichte am Handy
- Budgetgratis
- Passt fürFerne, spontan
Sie bekommt einen Link und klickt sich bis zur großen Frage durch. Auf Wunsch schaltet ihr davor ein kurzes Quiz dazu („Wie heiße ich mit zweitem Namen?“). Tippt sie auf Nein, wird das Ja mit jedem Versuch größer. Einen Nein-Knopf, der lustig davonläuft, könnt ihr auch einstellen. Ein freundliches „Lieber nicht“ bleibt als echter Ausweg. Am Ende steht euer Brief und ihre Antwort kommt mit einem Tipp per WhatsApp zurück. Schön, wenn die Taufe erst in ein paar Monaten ist und ihr euch bis dahin nicht seht.
So stellst du die FrageVorlage „Die große Frage“22. Videoanruf mit Baby auf dem Arm
- Budgetgratis
- Passt fürgroße Entfernung
Kündigt einen Videoanruf an, „damit du die Kleine mal wieder siehst“. Mitten im Gespräch dreht ihr das Baby zur Kamera, auf seinem Body steht die Frage. Kurz, echt und mit Live-Reaktion.
psst … so geht's leichter
Stell deine Frage als kleine Geschichte
- Eine kleine Geschichte am Handy, mit Brief von dir
- Die Antwort kommt mit einem Tipp, Nein darf auch flüchten
- Gratis, ohne Konto, als Link verschickt
Sprüche: „Willst du meine Patentante sein?“
Zum Abschreiben für Karte, Body, Etikett oder Nachricht. Die meisten sind aus Sicht des Babys geschrieben. Ersetze die Klammern durch eure Namen.
Ich bin noch klein, aber ich hab schon eine große Frage: Willst du meine Patentante sein?
Ich suche jemanden zum Lachen, Trösten, Verwöhnen und Geheimnisse-Bewahren. Mama und Papa sagen, du kannst das am besten. Willst du meine Patentante werden?
Ich brauch jemanden, der mir Dinge beibringt, die Mama und Papa nicht können. Und mir das Zeug erlaubt, das sie verbieten. Willst du mein Patenonkel werden?
Du warst bei so vielen wichtigen Momenten dabei. Jetzt haben wir den wichtigsten bekommen. Wir würden uns freuen, wenn du [Name] ein Leben lang begleitest. Möchtest du Patin werden?
Neu im Team, sucht erfahrene Unterstützung. Anforderungen: Geduld, Taschentücher, ein offenes Ohr und mindestens ein Eis pro Sommer. Du bist genau richtig. Willst du meine Patentante werden?
Mein erstes Wort wird vielleicht nicht dein Name sein. Aber meine erste Frage ist für dich: Wirst du meine Patin?
Ich komme im [Monat]. Und ich hab schon gehört, dass du die Beste bist. Willst du meine Patentante werden?
Servus, i bin da [Name]. I brauch no wen fürs Striezelbringen, Eisessen und Geschichtenerzählen. Magst mei Godn werden?
Hoi, ich bin [Name]. Ich wünsch mir, dass du mein Götti wirst. Sagst du Ja?
Wir würden uns riesig freuen, wenn du Pate von [Name] wirst. Wir wissen aber auch, dass das eine große Sache ist. Nimm dir Zeit und sag uns ehrlich, was du denkst. Du gehörst so oder so zur Familie.
Ich darf mir jemanden aussuchen, der mich begleitet. Ich hab nicht lang überlegt. Willst du mein Firmpate sein?
Wenn das Kind schon größer ist
Nicht jede Taufe findet im ersten Lebensjahr statt. Wird ein Kindergartenkind oder Schulkind getauft, darf es selbst mitfragen: ein gemaltes Bild, ein Brief in Kinderschrift oder einfach die Frage beim Abendessen. Bei der Firmung suchen sich Jugendliche ihre Firmpatin oder ihren Firmpaten meist selbst aus. Dann sind die Eltern höchstens Ideengeber, die Frage gehört dem Kind.
Tipp: Lasst Kinder die Frage in ihren eigenen Worten stellen. „Willst du mein Pate sein, weil du immer lustig bist?“ ist rührender als jeder Spruch von hier.
Was ihr nach dem Ja besprechen solltet
Eine Patenschaft ist eine Beziehung, kein Vertrag. Trotzdem hilft es, über ein paar Dinge zu reden, damit niemand mit falschen Erwartungen startet:
| Thema | Frage zum Besprechen |
|---|---|
| Taufe oder Feier | Wann und wo ist sie? Braucht es einen Patenschein? Soll die Patin bei der Feier etwas sagen oder lesen? |
| Kirche | Wie wichtig ist euch die religiöse Begleitung? Erwartet ihr Mitkommen zu Erstkommunion oder Konfirmation? |
| Geschenke | Was ist euch wichtig, was ist zu viel? Viele Familien vereinbaren lieber Zeit statt teurer Geschenke. |
| Kontakt | Wie oft wollt ihr euch sehen? Gibt es einen festen Patentag im Jahr, etwa zum Taufjubiläum? |
| Ernstfall | Soll die Person auch im Notfall eine Rolle spielen? Dann gehört das in eine eigene schriftliche Regelung. |
Wenn die ganze Familie zur Taufe kommen soll, ist der passende Termin oft das Schwierigste. Großeltern, Paten, Geschwister mit Kindern: Ein gemeinsamer Link, in den alle eintragen, wann sie können, spart viele Telefonate.
Gratis, ohne AnmeldungTauftermin mit der Familie findenWie ihr die Schwangerschaft der ganzen Familie erzählt, steht bei Schwangerschaft den Großeltern verkünden. Weitere große Fragen, von der Trauzeugin bis zum Antrag, findest du unter Anlässe. Und wenn das Patenkind bald seine erste Kerze ausbläst: Texte dafür stehen bei der Einladung zum 1. Geburtstag.
Häufige Fragen
Wann fragt man jemanden, ob er Pate werden möchte?
Viele Eltern fragen schon in der Schwangerschaft, andere in den ersten Wochen nach der Geburt. Wichtig ist genug Vorlauf vor der Taufe, damit die Person sich den Tag freihalten und bei einer katholischen Taufe einen Patenschein ihrer Pfarre besorgen kann. Ein paar Wochen sollten es mindestens sein.
Wer darf Taufpate werden?
In der katholischen Kirche müssen Taufpaten in der Regel mindestens 16 Jahre alt, getauft, gefirmt und Kirchenmitglied sein, die Eltern selbst sind ausgeschlossen. In der evangelischen Kirche muss mindestens ein Pate getauft und konfirmiert sein, die Details regelt jede Landeskirche. Verbindlich ist immer die Auskunft eures Pfarramts.
Kann jemand Pate werden, der aus der Kirche ausgetreten ist?
Für das kirchliche Patenamt meist nicht. In der katholischen Kirche ist ein Austritt ein Ausschlussgrund. Je nach Kirche und Pfarre kann die Person aber als Taufzeugin oder Taufzeuge dabei sein, wenn es zusätzlich einen Paten gibt, der die Voraussetzungen erfüllt. Für euch als Familie kann sie trotzdem die Patentante sein.
Wird die Patentante automatisch Vormund, wenn den Eltern etwas passiert?
Nein. Die Patenschaft ist eine religiöse und persönliche Rolle ohne Folgen für das Sorgerecht. Wer möchte, dass eine bestimmte Person im Ernstfall für das Kind sorgt, muss das gesondert schriftlich festhalten. Wie das in Deutschland, Österreich oder der Schweiz genau geht, klärt ihr am besten mit einer Beratungsstelle, einem Notariat oder einer Anwältin.
Wie viele Taufpaten darf ein Kind haben?
In der katholischen Kirche gibt es einen Paten, eine Patin oder einen Paten und eine Patin. In der evangelischen Kirche ist mindestens ein Pate nötig, mehrere sind möglich, die Regeln unterscheiden sich je nach Landeskirche. Ohne Kirche entscheidet ihr ganz frei.
Was heißt Göd und Godn?
So heißen Taufpate und Taufpatin in Teilen Österreichs und Bayerns: der Göd ist der Pate, die Godn oder Godl die Patin. In der Schweiz sagt man Götti und Gotte. Wenn ihr so redet, darf die Frage natürlich auch so klingen: „Magst du mei Godn werden?“